Zwei Energiestandards, zwei sehr unterschiedliche Förderungen – und 2026 eine wichtige Frist. Wir vergleichen KfW 40 und KfW 55 ehrlich: Wer wie viel Geld bekommt, was der Stichtag 30.06.2026 bedeutet und ob sich der Aufpreis für den höheren Standard lohnt – für Bauherren im Westerwald und Rhein-Main-Gebiet.
KfW 40 (Effizienzhaus 40) wird 2026 über das Programm „Klimafreundlicher Neubau" (KfW 297/298) dauerhaft gefördert – mit besonders günstigem Zinssatz (aktuell ab rund 0,6 % bei 10 Jahren) und einem Förderkredit von bis zu 150.000 € je Wohneinheit, wenn zusätzlich das QNG-Nachhaltigkeitssiegel erreicht wird. KfW 55 (Effizienzhaus 55) gibt es nur noch über eine befristete Sonderlinie: etwas höherer Zinssatz (rund 1,0 %), maximal 100.000 € Kredit – und der Antrag muss bis spätestens 30.06.2026 bei der KfW eingehen. Kurz: KfW 55 ist günstiger zu bauen, aber zeitlich begrenzt und schwächer gefördert; KfW 40 kostet im Bau etwas mehr, ist dafür zukunftssicher und bringt mehr Förderung. Konditionen ändern sich häufig – im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir den tagesaktuellen Stand.
Die Zahlen klingen kryptisch, sind aber simpel. Sie sagen, wie viel Energie dein Haus im Vergleich zu einem gesetzlich definierten Referenzhaus verbraucht. Ein Effizienzhaus 40 braucht nur 40 % der Primärenergie dieses Referenzhauses, ein Effizienzhaus 55 entsprechend 55 %. Faustregel: Je kleiner die Zahl, desto sparsamer das Haus – und desto höher meist die Förderung.
Wichtig: „KfW 40" und „KfW 55" sind im Alltag die gängigen Spitznamen für die Effizienzhaus-Stufen 40 und 55. Die KfW selbst fördert sie über konkrete Programmnummern – beim Neubau aktuell vor allem über „Klimafreundlicher Neubau" (KfW 297/298). Wie das ins große Ganze passt, zeigt dir unser Überblick zu den Fördermitteln beim Hausbau 2026.
Bis 2022 war das Effizienzhaus 55 der Standard-Förderfall im Neubau. Dann wurde diese Förderung gestrichen – gefördert wurde nur noch das deutlich sparsamere Effizienzhaus 40. Ende 2025 hat der Bund KfW 55 als befristete Sonderlinie zurückgeholt, um die Baukonjunktur kurzfristig zu stützen. Diese Sonderlinie ist mit Mitteln gedeckelt und läuft spätestens am 30. Juni 2026 aus (maßgeblich ist der Antragseingang bei der KfW). Wer KfW 55 mitnehmen will, muss also rechtzeitig dran sein – KfW 40 dagegen bleibt nach heutigem Stand dauerhaft förderfähig.
Stand 2026 – grobe Orientierung. Die konkreten Konditionen prüfen wir gemeinsam tagesaktuell.
| Merkmal | KfW 40 (Effizienzhaus 40) | KfW 55 (Effizienzhaus 55) |
|---|---|---|
| Förderprogramm | Klimafreundlicher Neubau (KfW 297/298) | Befristete Sonderlinie (über KfW 297) |
| Energiestandard | 40 % Primärenergie des Referenzhauses | 55 % Primärenergie des Referenzhauses |
| Zinssatz (10 J., Stand 2026) | ab ca. 0,6 % | ca. 1,0 % |
| Max. Förderkredit je Wohneinheit | bis 150.000 € (mit QNG) · 100.000 € ohne | 100.000 € |
| QNG-Siegel für Höchstsumme | ja, für die 150.000-€-Stufe | nicht erforderlich |
| Förderung verfügbar | dauerhaft (nach heutigem Stand) | nur bis 30.06.2026 (Antragseingang) |
| Baukosten-Mehraufwand | ca. 15.000–30.000 € höher als KfW 55 | günstiger im Bau (Basis) |
Drei typische Situationen – und worauf es dabei ankommt.
Wenn dein Projekt ohnehin 2026 startet und das Budget eng ist, kann KfW 55 sinnvoll sein – niedrigere Baukosten, aber nur, wenn der Antrag rechtzeitig vor dem 30.06.2026 durch ist.
KfW 40 kostet im Bau etwas mehr, bringt dafür den günstigeren Zins, bis zu 150.000 € Kredit, niedrigere Energiekosten über Jahrzehnte – und ist nicht an eine Frist gebunden.
Gute Nachricht: Ein Massivhaus erreicht beide Standards problemlos. Die Förderung hängt am Energie- und Nachhaltigkeitsniveau, nicht an der Bauweise – Ziegel inklusive.
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber überraschend oft ja. Der Mehraufwand für KfW 40 gegenüber KfW 55 liegt beim Einfamilienhaus grob bei 15.000 bis 30.000 €, je nach Konstruktion und Haustechnik. Dem stehen drei Vorteile gegenüber, die zusammen oft mehr wiegen:
Dazu kommt der Faktor Zukunftssicherheit: KfW 55 ist eine befristete Ausnahme, KfW 40 der langfristig etablierte Förderstandard. Wer ohnehin hochwertig und energieeffizient baut, ist mit KfW 40 meist besser aufgestellt. Ob sich die Rechnung in deinem Fall trägt, hängt aber stark von Grundstück, Haustyp und Finanzierung ab. Wie viel dein Haus überhaupt kostet, zeigt dir unser Ratgeber Was kostet ein Massivhaus? – inklusive Preisrechner zum Ausprobieren.
Die Zahl gibt an, wie viel Primärenergie das Haus im Vergleich zu einem gesetzlichen Referenzhaus verbraucht: Ein Effizienzhaus 40 nur 40 %, ein Effizienzhaus 55 entsprechend 55 %. KfW 40 ist also sparsamer und wird stärker gefördert, KfW 55 ist günstiger zu bauen. 2026 ist KfW 55 außerdem nur über eine befristete Sonderlinie bis 30.06.2026 förderfähig, KfW 40 dauerhaft.
Ja, aber nur befristet. Ende 2025 wurde eine Sonderförderung für das Effizienzhaus 55 aufgelegt. Sie ist mit Bundesmitteln gedeckelt und läuft spätestens am 30. Juni 2026 aus – maßgeblich ist, wann dein Antrag bei der KfW eingeht. Danach bleibt im Neubau vor allem das Effizienzhaus 40 förderfähig.
Beim Effizienzhaus 40 sind im Programm „Klimafreundlicher Neubau" bis zu 150.000 € je Wohneinheit möglich, wenn zusätzlich das QNG-Nachhaltigkeitssiegel erreicht wird – ohne QNG sind es 100.000 €. Beim befristeten Effizienzhaus 55 liegt die Höchstsumme bei 100.000 € je Wohneinheit. Die Beträge sind zinsverbilligte Kredite, keine geschenkten Zuschüsse.
QNG steht für „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude". Es bewertet das Haus über die reine Energieeffizienz hinaus, etwa nach ökologischen Baustoffen und Lebenszyklus. Beim Effizienzhaus 40 schaltet das QNG-Siegel die höhere Kreditstufe von 150.000 € je Wohneinheit frei. Für die befristete KfW-55-Linie ist QNG nicht erforderlich.
Häufig ja. Der Mehraufwand im Bau liegt beim Einfamilienhaus grob bei 15.000 bis 30.000 €. Dem stehen 50.000 € mehr zinsgünstiger Kredit, ein niedrigerer Zinssatz und dauerhaft geringere Energiekosten gegenüber – plus die Tatsache, dass KfW 40 nicht an eine Frist gebunden ist. Ob sich die Rechnung in deinem Fall trägt, hängt von Haustyp, Grundstück und Finanzierung ab.
Ja. Die Förderung richtet sich nach dem erreichten Energie- und Nachhaltigkeitsstandard, nicht nach der Bauweise. Ein massiv gemauertes Haus erreicht mit der passenden Dämmung und einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien sowohl das Effizienzhaus 40 als auch 55. Wir planen dein Massivhaus im Westerwald und Rhein-Main-Gebiet von Anfang an auf den gewünschten Standard.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welcher Standard für dein Vorhaben sinnvoll ist und welche Förderung 2026 realistisch drin ist – persönlich von Ralf Schmitz oder Stefan Eufinger. Oder hol dir vorab unseren Gratis-Bauherren-Report mit den 7 teuersten Planungsfehlern.