Das QNG-Siegel bringt bei der KfW bis zu 50.000 € mehr Förderkredit – je Wohneinheit. Ob dein Vorhaben es überhaupt trägt, ist aber keine Frage der Haustechnik am Ende. Das steht schon im Entwurf. Für Bauherren und Investoren im Westerwald und Rhein-Main-Gebiet.
QNG Plus ist die erste Stufe des staatlichen „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude". Zusammen mit dem Effizienzhaus-40-Niveau hebt es den KfW-Förderkredit im Programm „Klimafreundlicher Neubau" von bis zu 100.000 € auf bis zu 150.000 € je Wohneinheit. Der entscheidende Punkt: QNG ist keine Anlage, die man am Ende einbaut – es ist eine Eigenschaft des ganzen Gebäudes. Ob ein Entwurf den Standard trägt, zeigt sich an der Konstruktion, und zwar lange vor dem Bau. Nachträglich lässt sich das kaum noch retten: Wer es erst beim Nachweis merkt, plant mitten im Bauantrag um – oder verliert die höhere Förderstufe. Schick uns deine Planung, wir sagen dir, ob sie trägt.
Über Förderstandards wird viel geredet und selten gerechnet. Deshalb zuerst die Zahlen – sie erklären, warum dieses Siegel gerade bei Mehrfamilienhäusern über die Wirtschaftlichkeit eines ganzen Projekts entscheidet.
Orientierung nach dem KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau", Stand Oktober 2026. Konditionen, Budgets und Programmbedingungen ändern sich – maßgeblich ist immer der Stand zum Zeitpunkt deines Antrags.
Und beim Einfamilienhaus? Da hängt das Siegel vor allem am Programm „Wohneigentum für Familien": Dieses zinsvergünstigte Darlehen gibt es nur für Neubauten mit QNG. Wer als Familie auf dieses Programm zielt und ohne QNG plant, kommt gar nicht erst in die Förderung. Welcher Effizienzstandard sich sonst für dich rechnet, haben wir im Vergleich KfW 40 gegen KfW 55 durchgerechnet.
Bei Förderstandards denken die meisten an Technik: Wärmepumpe, Lüftung, Photovoltaik, ein paar Zentimeter mehr Dämmung. So funktionieren Effizienzklassen ja auch – man rechnet, bis die Zahl passt.
QNG fragt etwas anderes. Es bewertet das Gebäude als Ganzes, über seine gesamte Lebensdauer: woraus es besteht, wie es gebaut ist, was es an Ressourcen kostet, wie es sich später nutzen und instand halten lässt. Das Gebäude als Ganzes ist aber keine Entscheidung der Haustechnik. Es ist eine Entscheidung des Entwurfs.
Genau deshalb lässt sich QNG Plus nicht nachrüsten. Entweder eine Planung trägt den Standard – oder sie trägt ihn nicht. Und das sieht man ihr an.
Woran genau wir das sehen, behalten wir für uns. Das ist unsere Arbeit, nicht unser Marketing. Aber wir sehen es, und wir sehen es schnell.
Der unangenehme Teil an dieser Frage ist nicht die Antwort. Es ist der Zeitpunkt, an dem man sie bekommt. Wer sie zu spät stellt, erfährt sie nicht vom eigenen Planer, sondern vom Nachweis – und dann steht der Bauantrag schon beim Amt, die Bank hat längst mit der höheren Kreditstufe kalkuliert, und der Zeitplan hängt an Zusagen.
Ab diesem Punkt gibt es nur noch unangenehme Wege:
Das ist kein theoretisches Risiko. Zuletzt lagen bei uns in kurzem Abstand zwei Planungen auf dem Tisch, beide von fremden Planern, beide sollten KfW 40 mit QNG Plus werden – eine davon ein größeres Mehrfamilienhaus-Projekt. Eine der beiden trägt den Standard so nicht. Das war keine Frage der Haustechnik. Das stand im Entwurf.
Damit das nicht falsch klingt: Das ist kein Vorwurf an die Kollegen, die diese Pläne gezeichnet haben. QNG ist ein junger Standard, und wer nicht laufend danach baut, hat ihn nicht ständig im Blick. Es ist ein Grund, früh jemanden draufschauen zu lassen – nicht ein Grund, jemandem etwas vorzuwerfen.
Übrigens heißt „trägt so nicht" selten „geht nicht". Meistens heißt es: Es geht mit Änderungen. Die Frage ist nur, ob man sie am Anfang macht oder am Ende bezahlt.
Schick uns deine Planung.
Wir schauen drauf und rufen dich an: Trägt sie KfW 40 mit QNG Plus – oder nicht. Dafür brauchen wir keine Woche.
Wenn nicht, zeigen wir dir im Erstgespräch, was sich ändern lässt. Und wenn sich nichts ändern lässt, sagen wir auch das.
Was wir dafür brauchen: Grundrisse, Schnitt, Ansichten, Freiflächenplan.
Mehr nicht. Die Prüfung selbst kostet dich nichts.
Ralf Schmitz und Stefan Eufinger haben beide Bauzeichner gelernt und sind beide staatlich geprüfte Bautechniker, Fachrichtung Hochbau. Gemeinsam haben wir über 2.000 Projekte geplant – Bauanträge, Werkpläne, Konstruktionen – und über 300 Häuser gebaut. Bei jedem einzelnen von der ersten Skizze bis zur Übergabe dabei.
Das führt zu einer Eigenart, die uns gerade beim QNG-Thema zugutekommt: Bei uns entstehen Preis und Konstruktion zusammen, nicht nacheinander. Wir zeichnen nichts, von dem wir nicht wissen, was es kostet und was es aushält. Wer so arbeitet, sieht einer Konstruktion an, was sie fördertechnisch hergibt – weil er sie ohnehin von dieser Seite betrachtet.
Es gibt Planer, die können schönere und spektakulärere Häuser entwerfen als wir. Aber wir bauen richtig gute Häuser. Wer ein Haus will, mit dem er keine Probleme hat, das einfach funktioniert und lange hält, ist bei uns gut aufgehoben.
Dazu kommt: Der Energieberater läuft bei uns über das Haus – du musst dir dafür niemanden suchen. Planung, Nachweis und Bau sitzen an einem Tisch. Das ist der eigentliche Grund, warum bei uns selten etwas erst im Nachweis auffällt.
Wie wir bei Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen arbeiten, zeigen wir unter Wohnanlagen & Investoren; die Grundlagen zum Bauen von Mehrfamilienhäusern stehen im Ratgeber Mehrfamilienhaus.
QNG steht für „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude", ein staatliches Siegel mit den Stufen PLUS und PREMIUM. Es bewertet nicht nur den Energieverbrauch, sondern das Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus. QNG-PLUS ist die Stufe, auf der die höhere KfW-Förderung im Programm „Klimafreundlicher Neubau" aufbaut.
Im KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau" steigt der Förderkredit mit QNG von bis zu 100.000 € auf bis zu 150.000 € je Wohneinheit – also 50.000 € mehr pro Wohnung. Bei einem Projekt mit 30 Wohneinheiten sind das rund 1,5 Mio. € zusätzlicher Förderkredit. Stand Oktober 2026, ohne Gewähr.
In der Planung. QNG bewertet das Gebäude als Ganzes über seinen Lebenszyklus, und das ist eine Eigenschaft der Konstruktion – nicht der Haustechnik am Ende. Ob ein Entwurf den Standard trägt, zeigt sich deshalb schon am Plan, lange vor dem Bau.
In der Regel nicht durch Nachrüsten. QNG bewertet das Gebäude als Ganzes, und das ist eine Frage der Konstruktion – also des Entwurfs. Wenn eine Planung den Standard nicht trägt, hilft meist nur Umplanen. Möglich ist das oft, aber je später es passiert, desto teurer wird es.
Nein. Beim Mehrfamilienhaus ist der Hebel am größten, weil sich die 50.000 € mit jeder Wohneinheit multiplizieren. Beim Einfamilienhaus hängt vor allem das Programm „Wohneigentum für Familien" am QNG-Siegel: Ohne QNG kommt eine Familie in dieses zinsvergünstigte Darlehen gar nicht hinein.
Vergeben wird es von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle auf Grundlage eines Nachhaltigkeitsnachweises; begleitet wird das Verfahren von einem QNG-Auditor beziehungsweise Energieberater. Bei uns läuft der Energieberater über das Haus – du musst dir niemanden extra suchen, Planung und Nachweis sitzen an einem Tisch.
Nichts. Schick uns Grundrisse, Schnitt, Ansichten und Freiflächenplan – wir schauen drauf und rufen dich an, ob die Planung KfW 40 mit QNG Plus trägt. Dafür brauchen wir keine Woche. Trägt sie es nicht, zeigen wir dir im Erstgespräch, was sich ändern lässt; und wenn sich nichts ändern lässt, sagen wir auch das.
Die befristete Sonderlinie für das Effizienzhaus 55 endet mit Antragseingang 31.12.2026 – und der Antrag setzt eine gültige Baugenehmigung voraus. KfW 40 wird dagegen dauerhaft gefördert, in Verbindung mit QNG Plus auf der höheren Stufe. Wer jetzt neu plant, plant deshalb sinnvollerweise gleich auf KfW 40.
Schick sie uns, oder ruf einfach an – persönlich bei Ralf Schmitz oder Stefan Eufinger. Wir sagen dir, woran du bist. Oder hol dir vorab unseren Gratis-Bauherren-Report mit den 7 teuersten Planungsfehlern.